Panaroma der türkischen Einwanderung – Roman „Halbes Brot“ Lesungen mit Sabine Adatepe

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde!
Fakir Baykurt (1929-1999) war schon in der Türkei ein bekannter Schriftsteller, als er 1979 nach Duisburg übersiedelte. In seiner deutschen Schaffensphase fand er mit Kurzgeschichten, Erzählungen und pädagogischen Texten viel Aufmerksamkeit. Bisher unbeachtet geblieben sind seine drei Romane, wovon „Halbes Brot“ im Jahre 2000 erstmals auf Türkisch erschien und mit der nun vorliegenden Übersetzung endlich auch für den deutschen Leser zugängig wird.
Besonders im Hinblick auf die gegenwärtigen Fragen der Migration, Integration und Interkulturalität sind die Romane Fakir Baykurts von großem Interesse. Er schärft den Blick für das Allgemeine im Besonderen und für das Besondere im Allgemeinen. Durch seine Literatur verleiht er den Benachteiligten und sozial Schwachen, den Irritierten und Entwurzelten eine kulturelle und kultivierte Sprache. So wird seine Literatur lebendig und das Leben zur Literatur, um nicht der Vergessenheit und theoretisierenden Abstraktion anheim zu fallen.
In „Halbes Brot“ fächert Fakir Baykurt die Themen weit: von den Arbeitsbedingungen, u?ber Anpassung bis hin zu traditionellen Familien- und Moralvorstellungen sowie ganz individuellen Emotionen und Bedürfnissen. Er erzählt die Geschichte einer Familie in Deutschland und analysiert zugleich die Details der vielschichtigen Lebensbedingungen.
Dialog e.V. (Gesellschaft für deutsch-türkischen Dialog) möchte in Kooperation mit dem NRW Kultursekretariat durch eine Lese- und Literaturreise mit der Publizistin und Übersetzerin Sabine Adatepe (Hamburg) Baykurts Roman „Halbes Brot“ vorstellen.
Für einen musikalisch-literarischen Abend ggf. ergänzt mit einer Schulllesung haben wir je
nach Termin verschiedene Optionen anzubieten.
Wir hoffen hiermit Ihr Interesse geweckt zu haben und würden uns über eine Rückmeldung
freuen. Für Anfang März und für die beiden letzten Aprilwochen sind noch freie Termine
zu vergeben.

Mt freundlichem Gruß
Tayfun Demir

Offizielle Website:

http://www.dialogev.de

Mehr Informationen, Texte
oder Arbeits-Exemplar des Romans bei: info@dialogev.de
Halbes Brot
Aus dem türkischen von Sabine Adatepe
Dialog Edition, Duisburg 2011
ISBN: 978-3-9812594-3-8, 436 Seiten, 16,80 Euro

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“Fakir Baykurts Erbe” in der Presse

“Zur Geschichte türkischer Einwanderer der ersten Generation in Duisburg gibt es jetzt das passende Buch: Fakir Baykurts Roman „Halbes Brot“ wurde von Sabine Adatepe ins Deutsche übersetzt. Sie stellte das Buch am Montag in der Stadtbibliothek vor und las drei Passagen daraus. Die Hamburgerin ist Turkologin, lebte vier Jahre in Istanbul und arbeitet als freie Übersetzerin.”

Der ganze Artikel von Alfons Winterseel in der: derWesten vom 29.11.2011

Presseartikel zum Download (420 KB)
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Sie können das Buch natürlich auch direkt beim Verlag bestellen.
Schicken Sie uns einfach eine mail: info@dialogev.de

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Ausstellung – Schmuckstücke

Zauber der Glasperlen
Als der Verein Dialog e.V. das Projekt “Einstieg ins Berufsleben für Hausfrauen mit Schmuckdesignkurs” in dem Stadtteil Hochfeld ankündigte, konnte sich niemand vorstellen, dass solch ein Interesse geweckt würde. Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Europäischen Sozialfonds und von der Europäischen Union im Rahmen des Programms “Stärken vor Ort” bietet das Projekt Kursplätze für zwanzig Frauen. Unter der Anleitung der aus der Türkei stammenden Duisburger Künstlerin, Izel Erkson-Hendek lernten die arbeitslosen Kursteilnehmerinnen Techniken für die Schmuckherstellung mit Perlen, aber auch Grundkenntnisse der Farben-, Formen- und Kompositionslehre. Zuerst wurden vorgegebene Schmuckstücke realisiert, später dann mit großem Engagement auch eigene Kreationen mit selbst gewählten Perlen und Farben. Ziel des Schmuckdesignkurses war es, die arbeitslosen Kursteilnehmerinnen ins Berufsleben zu integrieren und sie bei der Stärkung ihres Selbstvertrauens zu unterstützen. Durch die Teilnahme an dem Kurs öffnete sich für viele die Tür zur Arbeitswelt. Einige Teilnehmerin sind bereits halbtags in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt. Eine Teilnehmerin arbeitet selbst als Kursleiterin und eine kleine Gruppe ist gerade dabei, sich gemeinsam als Schmuckdesignerinnen selbstständig zu machen.

In einer Vitrinenausstellung in der 1. Etage der Zentralbibliothek wird eine Auswahl der schönsten Kreationen der Kursteilnehmerinnen gezeigt. Zu sehen sind Broschen, Kolliers, Armbänder, Ringe und Schmucksets. Jedes Schmuckstück spricht für sich.

Es stellen aus: Suna Aksu, Aytekin Alieva, Arife Altun, Fatma Aralik, Bahriye Aran, Gülten Aslan, Nese Atac, Züleyha Bulut, Leyla Catalbas, Emine Hatun Demirtas, Kübra Demirtas, Aysel Eraslan, Kübra Girkin, Filiz Moumin, Safiye Moumin, Leyla Demirtas, Fatma Uca, Gülay Ünlü, Tülay Ürkmez, Ayfer Ergin.

Eintritt frei
5.-23.12.2011
Zentralbibliothek Duisburg,Düsseldorfer Str. 5-7, 1. Etage, Tel.: 0203/283-4218

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Buchbesprechung: Fakir Baykurt: „Halbes Brot“

Das Panorama türkischer Einwanderung ins Ruhrgebiet
Halbes Brot (Org.: Yarim Ekmek, 2007, Literatür Verlag, Istanbul)
Aus dem Türk. von Sabine Adatepe, Duisburg, Dialog Edition, 2011, 436 S. ISBN 978-3-9812594-3-8
Fakir Baykurt, Halbes Brot„Der ultimative Duisburg-Roman der türkischen Einwanderung. Mit seinem nun erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen „Halbes Brot“ schuf Fakir Baykurt eine Menschenlandschaft türkischer Migrantenfamilien in Duisburg der 1980er Jahre – und damit das Panorama türkischer Einwanderung ins Ruhrgebiet.
„Halbes Brot“ ist eine Familiengeschichte, Liebesgeschichte und Roadnovel zugleich. Es dreht sich um das Schicksal der Deutschtürkinnen Kezik Acar und ihrer drei Kinder, die in Duisburg leben. Früh verwitwet, kam Endvierzigerin Kezik Acar mit ihren Kindern nach Duisburg, wo sie als Tellerwäscherin in der Spülküche eines Altenheims arbeitet. Mit ihrem bescheidenen Lohn hat sie es immerhin zur Hausbesitzerin gebracht und eines der denkmalgeschützten Vorkriegshäuser im Duisburger Stadtteil Hochfeld erworben.
Für Kezik Acar ist die Sache klar: Sie will in Deutschland bleiben und möchte ihren verstorbenen Mann möglichst nahe bei sich haben, ja später auch neben ihm beigesetzt werden. Anders als ihre Landsleute macht sich die Mutter dreier in Deutschland aufgewachsener Kinder keine Illusionen darüber: Sie weiß, dass ihre Kinder in der neuen Heimat verwurzelt sind… und so will auch sie hier bleiben. Und dazu gehört, dass ihr geliebter, zu früh verstorbener Ehemann nahe bei ihr ist, also in Deutschland, damit sie hier um ihn trauern kann. Für Kezik, die seinerzeit nach dem tragischen Bahnunglück, bei dem der „Eisenbahner Mustafa“ ums Leben gekommen war, den Leichnam im Heimatdorf (und nicht in der Unglücksprovinz) hatte beisetzen lassen, erscheint es völlig natürlich, die Gebeine nun transnational zu bewegen und aus der Türkei nach Deutschland zu bringen. Für alle anderen erscheint dieses Ansinnen kurios. Doch davon lässt sich Kezik Acar nicht beirren.
Fakir Baykurt hat damit einen wichtigen Roman über die allmähliche Etablierung der Einwanderer geschrieben, und er hat den Prozess der Sesshaftwerdung und Niederlassung in vielfältiger Weise beschrieben. So eröffnet er nicht nur die Innensicht auf seine eigentliche Romanheldin, die „Gastarbeiterin“ Kezik Acar und ihre Familie, sondern er verleiht durch zahlreiche Figuren aus ihrem türkischen Umfeld auch der vielfältigen türkischen community von Duisburg eine Stimme…“
Dr. Karin Yesilada
Universität Paderborn

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Buchvorstellung:
Duisburg-Roman „Halbes Brot“ von
Fakir Baykurt erscheint erstmals auf Deutsch

Fakir BaykurtFakir Baykurt (1929–1999), seit 1979 in Duisburg ansässig, ist in der Türkei als herausragender Autor der sozialkritisch-volkskundlichen Dorf-Literatur Anatoliens bekannt. In der alten Bundesrepublik findet er als einer der ersten literarischen Chronisten der Migration aus der Türkei zu Lebzeiten großes Interesse mit seinen auch auf Deutsch erscheinenden Erzählungen und pädagogischen Texten. „Ich bin denjenigen, die vor mir nach Deutschland eingewandert sind, gefolgt, um ihre Geschichten und Romane zu schreiben. Ihr Leben berührt mich.“
Aus Anlass des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens mit der Türkei sorgen verschiedene Stellen der Stadt Duisburg mit großzügiger privater Unterstützung in einer gemeinsamen Aktion für die Übersetzung und Herausgabe des Romans „Halbes Brot“, der erstmals 1997 auf Türkisch erschienen ist und bisher nicht übersetzt wurde. Er spielt in Duisburg und handelt von der Witwe Kezik Acar, einer starken Frau, deren Leben sich anders entwickelt als geplant. Sabine Adatepe, Turkologin und Übersetzerin, sowie Weggefährten Baykurts stellen das Buch vor, das in der Dialog-Edition Duisburg erscheint.

Montag, 28. November 2011, 20.00 Uhr, Eintritt frei, Zentralbibliothek, Düsseldorfer Straße 5-7

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Espanoles in Duisburg 27. 2. – 05. 3. 2011

Fußball verbindet – und macht einem manchmal die eigenen Wurzeln erst bewusst. Während der Fußball-WM in Südafrika, als Spanien gegen Deutschland kickte, begann sich eine Initiatorengruppe darauf, sich mit der spanischen Geschichte in Duisburg zu beschäftigen “Wir wollen daran erinnern, unter welchen Umständen die Menschen nach Deutschland kamen, wie sie lebten und was sie heute in Duisburg tun”, erklärt Maria Frieros Venegas, die gemeinsam mit Angel Alava Pons, Chari Bautista Mateo und mit Hilfe des Integrationsreferates die spanische Woche organisierte. Für die Ausstellung “Espanoles in Duisburg” wurden Vertreter der ersten Generation befragt und porträtiert, aber auch Spanier, die heute noch hier leben, neu zugewandert sind und somit das spanische Leben in Duisburg prägen. Um die Ausstellung herum ist eine Woche mit Konzerten, Vorträgen und Lesungen entstanden, die die spanische Kultur in der Stadt an Rhein und Ruhr genauer in den Blick nimmt.

Dialog e.V. unterstützt das Projekt und freut sich über Ihr Interesse.

Die Kulturwoche wird schwerpunktmäßig im Technologiezentrum TECTRUM in Duisburg-Neudorf, konkret in der Lokalität babasu (siehe auch www.babasu.de) durchgeführt.

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Neu: Interkulturelle Kulturzeitung “mavidialog”

Die erste Ausgabe der “Interkulturellen Kulturzeitung von Rhein und Ruhr mavidialog”: einfach anklicken, PDF-Datei laden und lesen!

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20 Jahre “Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland”

Dieses Jahr blickt DOMiD auf eine 20-jährige Geschichte zurück. Das möchten wir feiern! Am 30. Oktober öffnet DOMiD seine Türen und präsentiert Objekte, Dokumente und Fotos aus seinen Archivbeständen und aus der Vereinsgeschichte der gesamten Öffentlichkeit. Außerdem wird eine Fotoausstellung mit ausdrucksstarken Porträts der Migrationsgeschichte von Guenay Ulutuncok gezeigt.
Zu unserer Veranstaltung „20 Jahre DOMiD / Tag der offenen Tür“ laden wir Sie herzlich ein.
Über Ihr Erscheinen würden wir uns sehr freuen!

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Entfremdung

… heißt der Titel der Ausstellung, in der bis Ende November 2010 von 14:00 bis 16:00 Uhr Bilder des Künstlers Erdal Ünal in der Tagesklinik des Marien-Hopsitals besichtigt werden können.

Erdal Ünal wurde 1958 in Istanbul geboren, absolvierte dort auch sein Kunststudium, um anschließend in Paris bei dem türkischen Maler Ismail Yildirim seine Studien zu intensivieren. Seit 1993 arbeitet er in seinem eigenen Atelier; erst in Bochum dann in Witten- Annen.
Seine Bilder weisen durchgängig eine realistische Basis auf; er selbst bezeichnet seinen Stil als expressionistisch  und figurativ. Bevorzugte Motive sind immer wieder der menschliche Körper, Portraits und Tierstudien, allesamt in leuchtenden Farben vor meist dunklen Hintergründen ausdrucksstark in Szene gesetzt. Erdal Ünals Arbeiten wurden in Ausstellungen und Ausstellungs-Beteiligungen in Emmerich, Bochum, Duisburg, Witten, Nordhorn, Gelsenkirchen, Moers, Wattenscheid, Wuppertal, Dortmund, Münster, Bocholt, Istanbul, Antalya, Paris und Gent (Belgien)  gezeigt.
Für Erdal Ünal sind die Bilder und das Licht einer der möglichen Wege der Verwirklichung und Unabhängigkeit des eigenen Ichs, zum anderen zur Entstehung des Individuums und der Gesellschaftsform. Durch sein Werk versucht der Künstler, die Entfremdung des Menschen vom Menschen und der Umwelt zu verdeutlichen und abzubauen. Seine Arbeiten sind nicht nur als Protest zu verstehen, sondern auch als ein in Farbe und Licht ausgedrückte Antwort an die Welt. Er sucht in seinem Malabenteuer in den Farben die Farbe, im Licht das Licht, in dem Menschen den Menschen. Durch das Malen versucht er, sich mit der individuellen und politischen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Seine Arbeit bedeute für ihn zum einen Selbstkritik, zum anderen über Farben und Licht Kritik an der Weltordnung. Letztendlich spiegeln sich in den Bildern Ünals Hoffnung und Melancholie, wobei er die Spuren seinen Lebens hinsichtlich der Geschichte und Geographie mit sich trägt. Mit der Komposition und Farbwahl  seiner Werke protestiert er gegen die Entfremdung.

Ausstellung: Tagesklinik für psychisch kranke Menschen im Marien-Hospital
Wanheimer Straße 167a, 47053 Duisburg – bis Ende November 2010 von 14:00 bis 16:00 Uhr

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Konzert und Lesung

am 19. Juni 2010, um 19.00 Uhr im Landschaftspark Duisburg

Im Rahmen der Feierlichkeiten der beiden Kulturhauptstädte Europas 2010, Essen/Ruhr und Istanbul, führt das Mercan Dede Ensemble am 19. Juni 2010 im
Landschaftspark Duisburg das außergewöhnliche Gala-Konzert „Sounds of Love“ auf. Für „Sounds of Love“ trifft das Ensemble des Musikers,
Produzenten und DJs Mercan Dede mit Vertretern aus Literatur, Musik und Tanz zusammen – dabei entsteht eine einzigartige Mischung verschiedener Traditionen und Stilrichtungen. So liest die preisgekrönte Schriftstellerin Elif Shafak begleitet von Ney-Klängen aus ihrem Roman „Love“, während die junge niederländisch-türkische Pianistin, Komponistin und Sängerin Karsu Dönmez sowie der vielfach ausgezeichnete Berliner Tänzer Kadir „Amigo“ MemiÅŸ diesem magischen Abend ihre eigene Handschrift verleihen.

Die Veranstaltung ist kostenlos

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